Von Vorhersagen und anstrengenden Tagen

Ich erwische mich dabei, wie ich mir am Abend selbst prophezeie, dass der nächste Tag anstrengend und herausfordernd wird. Und mich dann weniger auf Morgen freue, als unter anderen Vorhersagen meinerseits.
Dabei fehlt mir in Wahrheit doch der blasseste Schimmer wie Morgen aussehen wird. Anhand weniger Ereignisse, die angeblich passieren werden und meiner bisherigen Erfahrung mit Situationen dieser Art tue ich so als wüsste ich wie und was sich ereignen wird.

Wenn ich dann mit dieser Erwartung in den Tag starte, gebe ich unbewusst mein Bestes um diese zu erfüllen.
Ich schlafe vielleicht schon mal im Vorfeld unruhig, weil ich ja vor dem Einschlafen daran gedacht habe, wie stressig der nächste Tag mit seinen vielen Aufgaben werden würde.
(Und wir wissen ja, dass wir alles was in den letzten 45 Minuten vor dem Einschlafen passiert/gedacht wird sechs mal stärker im Schlaf durcharbeiten, als die restlichen Ereignisse des Tages.)
Wache auf, registriere, dass ich müde bin und gehe in Gedanken nochmal meine negativen Erwartungen für den Tag durch, denke dann grummelig vor mich hin während ich mich unmotiviert für den Tag fertig mache, von dem ich eh schon weiß wie anstrengend er wird.

Und so geht es dann weiter, in dem ich vielleicht sogar anderen davon erzähle wie mein Tag werden würde. Am besten sogar noch Leuten, die unter meiner Anleitung arbeiten, als gut gemeinte Warnung.
So ein Blödsinn, sich so seinen Tag vorherzusagen und dann auch noch so zu gestalten! (& ich bin mir sicher, dass ich hier nicht die einzige Kandidatin bin)

Wer bin ich um zu wissen, wie Morgen aussieht? Wer bin ich um zu wissen was am Ende gut und was schlecht ist?

Warum muss ich Herausforderungen im ersten Moment oft als negativ oder anstrengend bewerten, anstatt einfach zu sagen: „Das könnte herausfordernd werden, ich freu mich darauf das zu meistern und über mich hinauszuwachsen!“

Ich möchte weniger bewerten und mehr mit positiven Intentionen losgehen.
Denn anders rum kann ich mich an keinen Tag erinnern, dem ich mit einer positiven offenen Haltung entgegen ging und der mich dann enttäuschte…

Liebste Grüße,
Marlies

Gerade hörte ich zwei Kindergartenkinder „Guck mal, wollen wir zu dem Mädchen da?“ – „Ich kenn die!“ – „Ich kenn die auch!“ – allgemeines losrennen – und schon wurde mir Mistie der blaue Mistkäfer vorgestellt, der angeblich auf Tastaturen, wie der meinen Blabalbliblo getippt hätte.

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