Wenn … Dann Bin Ich Glücklich

Lange war „glücklich sein“ für mich an eine „WENN – DANN“- Formel gebunden.
WENN ich dies und jenes habe oder bin, DANN bin ich glücklich.

Wenn ich aknefrei bin…wenn ich dieses Problem gelöst habe…wenn ich eine gut sitzende Jeans gefunden habe…

Ein Wenn löste das andere ab – ohne, dass sich ein wirkliches Dann einstellte. Und fielen mir keine Wenns mehr ein, dann stand mir die Werbung treu zur Seite.

Mittlerweile passiert es eher selten, dass ich wie im Rausch das Internet nach dem Kleidungsstück absuche, das mir zum glücklich sein noch fehlt.
Es passiert, aber nicht mehr so oft.

Denn es war etwas Merkwürdiges passiert.

Ich trage immer noch die alten Teile, Aknenarben und neue Krater, ein Bündel mit destruktiven Mustern, Selbstzweifel und Gedankenchaos – und dennoch ICH BIN GLÜCKLICH.

Und das schon seit ein paar Monaten. Nicht in jeder Minute und auch nicht an jedem Tag. Ich weine und manchmal verliere ich mich im Selbstmitleid.

Doch meine Grundstimmung war und ist positiv.

Denn obwohl ich all das noch mit mir herumtrage, habe ich mich dafür entschieden, dass meine Probleme nur Herausforderungen sind, die ich Schritt für Schritt überwinde.
Und keine Ausrede, nicht gut gelaunt durchs Leben zu gehen.

Wenn ich morgens aufschreibe, wofür ich dankbar bin, dann sind da mehr als genug Gründe – schwarz auf weiß – um für den Rest meines Lebens glücklich zu sein.

Doch „glücklich sein“ klingt für mich noch zu sehr nach Zufall und Kleeblättern.
Ich möchte „erfüllt sein“.

Und das bin ich jeden Tag ein Stückchen mehr.

Weil ich für das gehe, was mir wichtig ist.
Weil ich das Wunder des Lebens erforsche.
Weil ich mich mit dem beschäftige was mir Freude bereitet.
Weil ich mich gut genug kennengelernt habe um eine Ahnung davon zu haben, was ich brauche, damit es mir gut geht und was nicht.
Weil ich aus meinen Tagträumen Realität zaubere und niemand anderen als mich selbst für alles in meinem Leben zur Verantwortung ziehe.

An meinem 18. Geburtstag 🙂

Damit wünsche ich Dir ein erfüllendes Wochenende und lasse noch ein paar Worte hier, die ich am Dienstag zu diesem Foto auf Instagram teilte.

„Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute, seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.“

– George Bernard Shaw –

Wenn ich auf diese verrückte Marlies schaue, wie sie da 1,5 Jahre zuvor ihre Volljährigkeit feiert, wünschte ich ihr folgendes mitgeben zu können.

„Sei geduldig mit dir selber – es braucht Zeit sich an einen neuen, plötzlich komplett selbstbestimmten Lebensabschnitt zu gewöhnen.

& Die Zeiten, die sich zäh ziehen und du das Gefühl hast, dass nichts voran geht – das sind in Wahrheit die Zeiten, in denen sich alles auf eine große Veränderung vorbereitet. Du nur Millimeter davon entfernt bist in eine günstige Stromschnelle zu gleiten. Und plötzlich wird alles ganz schnell gehen. Also genieß jeden Tag in seiner Einzigartigkeit!

& Sei dir gewiss, dass später alles Sinn ergibt.“

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