Losgelöst vom Takt, fröhlich im Leben

Heute mal an einem Mittwoch, in der Hoffnung, Dich für ein paar Zeilen aus dem Alltagstakt zu entführen. Zwei kleine Texte von Herzen. Gestalte Dir noch eine fröhliche Woche und pass auf Dich auf!

Und jetzt sitze ich hier, lausche leisem Klaviergeklimper und weiß nicht, wie ich diesen langersehnten Moment, in dem es nur die Worte und mich gibt, richtig auskosten soll.
Also fange ich von hinten an und erzähle, was mir am Montag das Lächeln zurück gab.

Meine große Heldin Pollyanna, aus dem gleichnamigen Kinderbuchklassiker, spielt stets das Frohespiel, das auch fest in meiner Optimisten-DNA verankert ist.

Es geht darum, in jeder Situation Gründe zum Frohsein zu finden.
Als ich diesen Monat erneut damit zu kämpfen hatte, nicht richtig oder schmerzfrei laufen zu können, spielte ich es. Der Schwierigkeitsgrad des Spiels ist in manchen Situationen besonders hoch, aber gerade die Herausforderung macht es spannend.

Manchmal muss man es sehr lange spielen, um die richtigen Gründe zu finden, jene die einem wieder das Lächeln ins Gesicht und die Leichtigkeit ins Herz zaubern.

Ich zählte an jenem Morgen 9 Gründe an meinen behandschuhten Händen ab:

1. Alles und damit auch diese Situation ist temporär – es geht vorbei!
2. Nichtsdestotrotz ist mein Körper gesund und stark.
3. Ich durfte den Großteil meines Lebens auf zwei gesunden Beinen verbringen.
4. Ich lebe in einem Land mit gutem Gesundheitssystem und Fachärzten.
5. Ich bin versichert. (Welch Privileg das ist, durfte ich vor kurzem miterleben und die Belastung mitfühlen, die eine Krankheit ohne mit sich bringt)
6. Ich eigne mir neues Wissen und Erfahrungen an, mit denen ich vielleicht mal anderen helfen kann. (Plus Verständnis)
7. Menschen lieben es, zu helfen – ich gebe ihnen die Möglichkeit dazu:)
8. Ich wachse an meinen Herausforderungen und werde zu einem besseren Menschen.
9. Ich lerne glücklich zu sein, auch wenn die Dinge nicht so laufen, wie ich es möchte.

Im Allgemeinen glaube ich, dass alles zu meinem Besten geschieht und ich dem Leben vertrauen kann. Wer bin ich, dass ich weiß, was das Beste für mich ist – wo ich doch nur einen kleinen eingeschränkten Blick auf alles habe!?

Und obwohl ich das glaube, reißen mich manche Situationen zurück in alte Denkmuster von „Ich bin das arme Opfer“ und „die Welt ein gefährlicher Ort“.

Das Frohespiel hilft mir den Blick zu heben und zu sehen, dass ich es bin, die den Dingen ihre Wertung gibt. Und dass es immer genug Gründe gibt, sich am Leben zu erfreuen. Jeder Atemzug ein Geschenk ist und jeder Moment ein Neubeginn.

Zweiter Text

„Die Angst kann ich dir nicht nehmen. Das kann keiner“, sagte sie. „Du musst einen Weg finden, sie wegzustecken.“

Ich weiß.

Meine Gefühle – meine Verantwortung.

Meine Angst – meine Baustelle.

Ich werde sie nicht einfach wegstecken. Ich werde sie loslassen. Sie ziehen lassen, mit dem Wind, der mir neue Flügel verleiht.

Ich werde sie loslassen, indem ich sie da sein lasse. Indem ich ihr erlaube, zu sein, aber ihr verbiete, mich zu lähmen. Sie wird es missachten und mit aller Kraft aufbegehren. Doch ich, ich bin stärker. Ich werde sie wahrnehmen und trotzdem weiter durchs Leben tanzen. Mit kräftigeren Bewegungen und losgelöst vom Takt.

So wie ich es liebe zu tanzen, denn da bin ich nicht alleine. Da sind Du, Ich und Wir. Gemeinsam mutig, stark und frei – leben wir unsere Träume, indem wir ihnen folgen.

Alles Liebe,

Marlies

P.S. Spiel das Frohespiel mit mir!

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