Habe ich einen Plan und wie sieht er aus?

Auch an diesem wunderschönen Sonntagmorgen gibt es zwei Texte von meiner Instagramseite, thematisch zusammenpassend – das nennt man Fortschritt! Ich wünsche Dir ein inspirierendes Leseerlebnis und planlose Abenteuer 🙂

Immer wieder werde ich gefragt, ob ich einen Plan habe und wenn ja, wie der aussieht.
Ja, ich habe einen Plan. Ich liebe es zu Planen! Manchmal ist mein Plan, keinen konkreten Plan zu haben. Ein Paradoxon, das funktioniert!
MIr macht es auch total Spaß in meinem Timer/Planer/alles-in-einem Buch rumzuorganisieren, mir Abkürzungen auszudenken, deren Bedeutung ich dann Monate später erraten darf.

Allerdings habe ich in den letzten zwei Jahren gelernt, um einiges flexibler zu sein und weniger an Plänen festzuhalten. In meinem finnischen Umfeld lief alles super spontan – womit ich anfangs gar nicht klar kam, da meine Freizeit in Deutschland sehr durchstrukturiert und langfristig geplant gewesen war. Mit der Zeit hab ich gelernt, die leeren Stellen in meinem Kalender zu mögen. Wie Ereignisfelder in einem Brettspiel. Leicht beängstigend – und aufregend.

Mir sind meine Ziele und Werte wichtiger geworden als meine Pläne. Solange ich weiß, wo ich hingehen möchte, kann ich meine Route ändern, anpassen und umlegen. Vielleicht dauert der Weg länger als geplant, weil ich einen Umweg gehen muss. Auf dem treffe ich aber vielleicht Menschen, die mich sicherer zu meinem Ziel bringen und Erfahrungen, die mich meinem Ziel würdig machen.

Ich vertraue dem Leben, dass es mich auf dem allerbesten Weg an mein Ziel bringt.

Wenn heute etwas nicht nach meinem Plan läuft – sei es der Drucker, der sich weigert zu drucken, eine abgesagte Verabredung oder unerwartete Krankheit – dann schaffe ich es relativ schnell umzudenken, einfach anzunehmen, dass es jetzt so ist und davon auszugehen, dass es so am Besten für alle ist 🙂

Liebste Grüße,
Marlies

P.S. Vielleicht beantworte ich nächstes Mal den zweiten Teil der Frage… mal sehen, wie dieser Plan aufgeht 🙂

Scheinbar ist er ganz wunderbar aufgegangen, denn hier ist Teil zwei:

Mein kurzfristiger Plan besagt, dass ich die erste Oktoberwoche bei Familie in Berlin verbringe. Anschließend beginne ich eine workaway-Arbeitsstelle in Brandenburg. Ja, man kann workaway im Heimatland machen – was eine Reihe Vorteile mit sich bringt (z.B. keine extra Reiseversicherung, geringe Sprachbarriere, …)!

Dort werde ich in einem „working retreat“/Coworkingarea als Community Managerin mit anderen Freiwilligen zusammenarbeiten.

Wie genau das aussieht, kann ich am besten beschreiben, wenn es soweit ist.

Nebenbei plane ich Ruhe und Raum zu haben, an meinen eigenen Projekten zu arbeiten und den nachbarlichen Nationalpark zu erkunden.

Die nächsten Monate in Deutschland zu bleiben war eine Entscheidung, die – mal wieder relativ spontan – aus mir kam. Es war ein interessanter Entscheidungsprozess, in dem ich mir darüber klar wurde, was ich momentan brauche und welche Phase in meinem Leben ansteht.

Ich finde es unglaublich faszinierend, dass ein Teil von uns immer ganz genau weiß, was gerade das Beste für uns (und damit für alle) ist. Diese Verbindung ist wie ein Muskel. Umso mehr ich zuhöre, umso mehr höre ich.

Mit der Zeit wird es immer leichter, die Bereitschaft aufzubringen, dem zu folgen. Auch, wenn das heißt, einen Flug zu stornieren und als die, deren Pläne sich dauernd ändern, dazustehen (übrigens ein Grund, warum ich im Gespräch sehr ungern von meinen Plänen erzähle und wenn, dann mit dem Zusatz „nach aktueller Planung“).

Ich freue mich über meinen kurzfristigen Plan und bin sehr gespannt auf welchen Wegen er mich zu meinen langfristigen Zielen führen wird.

Ein bisschen Bangen und Überdenken ist natürlich wie immer dabei, weil so viele Variablen im Spiel sind. Gleichzeitig verleihen sie allem das gewisse Extra!

Danke, wie immer, fürs Lesen & Bis bald!

2 Kommentare zu „Habe ich einen Plan und wie sieht er aus?

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