Von der Macht der Sprache – Erinnerung mit Anregungen

Kleine Erinnerung an diesem wunderschönen Sonntagmorgen 🙂

Vergiss nicht die Macht deiner Worte und ihre Wirkung auf Andere.

Meine wundervolle Freundin Eeva hat mal gesagt “Sprich nur, wenn deine Worte schöner als die Stille sind” (womit sie Finnland sehr treffend vertreten hat).

Einer dieser Sätze, die mich immer wieder besuchen.

Oft wissen wir gar nicht und erfahren auch nie, welche Wirkung unsere Worte haben. Umso wichtiger, sich dessen bewusst zu machen und Worte des Lobes, der Anerkennung, der Liebe und des Dankes zu sprechen.

Eine Mitschülerin schenkte mir zum Abschied vor zwei Jahren folgende Worte “Zeig den Finnen, wer Marlies ist!” – Dieser Satz bedeutet mir viel und hat mich immer wieder gestärkt. Er ist mein Kampmantra. Einem anderen hätte er vielleicht nichts bedeutet.

Genauso wie ein einziges Gespräch meinen kompletten Umgang mit Schminke veränderte und den Weg zum Minimalismus ebnete.

Wir können nicht wissen, was unser Gegenüber aus dem Gesagten mitnimmt. Doch wir können unser Bestes geben, mit Bedacht zu sprechen. Wenn wir unseren Verstand /unser Bewusstsein nicht dafür einsetzen, mit Mehrwert zu sprechen, wofür dann?

Sprache ist so mächtig. Aber wir können uns diese Macht zu nutzen machen. (Dramatische Filmmusik bitte dazu denken!)

Ein paar Alltagsanregungen:

Wir können “sollen” aus unserem Wortschatz streichen und unnötigen Widerstand loslassen – stattdessen von “mögen” und “dürfen” sprechen.

Statt etwas, oder schlimmer noch jemanden, als “hässlich” zu bezeichnen, könnten wir… eindeutig lieber schweigen 😊

Wir können aufhören, vor anderen schlecht über andere zu sprechen und wieder an Vertrauen gewinnen. Stattdessen, wenn wir über andere sprechen, ihre positiven Eigenschaften hervorheben.

Statt “Wie geht’s? /Wars schön? “ lieber “Was war dein heutiges Highlight? /Irgendwas Aufregendes oder Schönes in letzter Zeit passiert? “ (und die Endorphine tanzen, weil man sich an Positives zurückerinnert).

Statt einfach nur “Danke” (was natürlich auch schon gut ist!), dem Ganzen mit einer Begründung mehr Stärke geben, plus Namen erwähnen. Wer liebt es nicht, seinen eigenen Namen zu hören? Zum Beispiel:

Danke Julia, für das wunderschöne Gespräch gestern. Deine Worte haben mir viel bedeutet.

Danke Vela, für den Satz “man darf sich selbst nicht zu ernst nehmen”. Er begleitet mich seit Monaten.

Oder einfach mal ein paar ernstgemeinte Komplimente verteilen. Ich hab mir angewöhnt, auch „Fremde“ anzusprechen und ihnen zu sagen, was mir positiv aufgefallen ist. „Ich finde Ihre Frisur toll, sowas bereitet mir immer Schwierigkeiten!“ „Ich bewundere wie geduldig und ruhig sie mit Ihren Kindern umgehen.“ Das führt in der Regel mindestens zu einem Lächeln oder einem netten Gespräch 😊

Wir haben diese unfassbare Macht, andere Menschen nur mit dem was wir sagen positiv zu beeinflussen. Ihre Stimmung zu heben, sie zum Lachen zu bringen, ihnen Lob und Liebe zu geben. Ihnen zu zeigen, was man toll an ihnen findet. Ihnen ein Gefühl von Gemeinschaft, Zusammenhalt und Verständnis zu vermitteln.

Es geht jetzt nicht darum sich bei jedem Wort verrückt zu machen. Aber wenn man einmal am Tag einen Anderen durch Worte zum Lächeln bringt oder ein Herz erwärmt, sich für besänftigende statt zornige Worte entscheidet, dann würde ich das definitiv als Erfolg verbuchen!

Liebste Grüße,

Marlies

P.S. Eigentlich sollten das fünf Zeilen werden, damit ich danach meinen Neffen durch stärkende Worte aus seiner Angst vor der Kletterwand führen könnte. Hier hat sich die Sprache eindeutig MIR ermächtig.

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