Warum es hier so ruhig ist und was bisher geschah

Ich sitze in einem Bungalow mit Strandnähe auf einem großen Doppelbett und finde die Ruhe, hier an meinen Lieblingsprojekten weiter zuarbeiten. Schon komisch, dass man die Beschäftigungen, die einem eigentlich so wichtig sind, nach hinten schiebt und sich mit Unwichtigem versucht, von der dadurch entstandenen Leere abzulenken.

Ich war in den letzten zwei Monaten nicht gänzlich von der Bildfläche verschwunden. Auf Instagram lud ich weiter kleinere Texte hoch. Warum dort und nicht hier beantworte ich in diesem Text. Plus ein kurzes „was bisher geschah“ 🙂

Warum es so ruhig auf meinem Blog ist

Eine besorgte Schwester schickt mir neue Textideen. Doch Ideenmangel ist nicht mein Problem. Im Gegenteil, ich laufe über an Ideen. Weiß gar nicht, wo ich anfangen soll und wie ich die Gedankenströme in geordnete Bahnen lenken soll. Der eigentliche Grund, warum ich nichts auf meinem Blog veröffentliche ist, dass ich mir vorgestellt hatte alles locker flockig mit dem Smartphone zu schreiben, zu formatieren und hochzuladen. Die Realität hat mich spätestens nach dem ersten Blogbeitrag von unterwegs eingeholt. Am Handy lange und ausführliche Texte schreiben, überarbeiten und formatieren ist ätzend und das hochladen funktioniert auch nicht so wie gewollt. (Man sagte mir, der Text wäre an den Seiten abgeschnitten – tut mir sehr leid, ich hoffe man konnte ihn trotzdem angenehm lesen)

Meine Geschichte zu erzählen und meinen Gedanken Ausdruck zu verleihen ist nach wie vor mein Traum und deswegen werde ich auch eine Lösung finden – bis dahin weiterhin kleine Texte hier (Instagram) veröffentlichen und meine Gedanken für den Blog sortieren.
Dabei kann ich wunderbar lernen, mich nicht selber fertig zu machen, nur weil ich mal was nicht so hinkriege wie geplant! Flexibel ist das neue Perfekt, oder was meinst du?

Was bisher geschah

Im letzten Blogpost bin ich bereits kurz auf meinen Alltag bei meinem ersten workaway host eingegangen. Dort verbrachte ich einen schönen Ankomm-Monat mit Babykotze im Dekolleté und Putz in den Haaren.

Hier der Instagramtext dazu:

Guten Morgen Kleiner! Ein wunderbar verschlafener Körper kuschelt sich an mich. Sein Guten Morgen, bestehend aus einem freudigen Jauchzen, wird von einem Schwall Baby-kotzen unterbrochen. Warm verteilt es sich in meinem Dekolleté und wird freudig und flink in mein Gesicht gepatscht. Übersetzt heißt das “Ich hab dich so gern, dass ich meine letzte Milch mit dir teile – vorgewärmt versteht sich”. Wir gehen ins Badezimmer und beseitigen das Gröbste.
Ich wasche dem Kleinen die Hände und das Gesicht. Vor dem Spiegel spielen wir am liebsten. Ich fress deine Ohren auf zum Beispiel.
Fläschchen geben. Windeln wechseln. Popo waschen – ohne das Baby fallen zu lassen.
Auch die Fitness darf nicht zu kurz kommen!
Mein Training: Und hoch das Baby und hoch und hoch. Ja toll, kannst du fliegen!

Sein Training: Come on, it’s tummy time. Auf dem Bauch spielen angesagt. (letztens hat er dabei zum ersten Mal eine Rolle vom Bauch auf den Rücken gemacht #stolze #Nanny)

Nach der ganzen Bewegung sind zwei von uns schon wieder müde. Und einer von uns darf den anderen in den Schlaf wiegen.
Jetzt haben seine Mama und ich genug Zeit uns der Todo-liste zu widmen. Gärtnern, Vorhangstangen anbringen, Wände mit Stuck verputzen,… Die drei Stunden vergehen schnell. Jetzt habe ich Freizeit. So nennt man die Zeit in der man ein gesundes Mittagessen kocht, den Abwasch macht, Wäsche wäscht und aufhängt, einkaufen geht, aufräumt,… Sich ein wenig ausruht, vielleicht einen kleinen Spaziergang macht.
Nachmittags verbringe ich noch einmal eine Stunde mit dem Baby. Den Rest des Tages bin ich frei.
Zunehmend verbringe ich allerdings auch den Großteil meiner Freizeit mit meinem host (was auch der Grund dafür ist, dass es hier so ruhig war), sie ist mir eine gute Freundin geworden und ich genieße unsere gemeinsame Zeit. Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell einem manche Menschen ans Herz wachsen können.
Und dennoch spüre ich, dass es an der Zeit ist, weiter zu gehen. Dieses Kapitel zu schließen und am Freitag ein Neues zu beginnen.
Hab einen wunderschönen Abend und hör auf deine Intuition – sie ist dein bester Freund!

Deine Marlies

PS. Ich mag meinen Alltag, aber eben auch die Ironie.

Und dann…

…landete ich kuschelig warm unter Europas aktivstem Vulkan. In einer Deutsch/Italienischen Familie mit Reit- und Voltigierzentrum und kleinem Streichelzoo.

Hier lagen meine Aufgaben im morgend – und abendlichen Füttern aller Tiere, sowie dem täglichen Ausmisten und Pferde für den Reitbetrieb fertig machen. Man hätte mich als Stallmädchen (mit Heuschnupfen) und Mädchen für alles bezeichnen können. Geschlafen wurde in einem Gartenhaus mit Bad.

Die Arbeit und der dortige Alltag waren wundervolle Lehrer, die mich aus der Komfortzone holten und zum wachsen zwangen. Mein Umgang mit Tieren verbesserte sich rapide und auch wenn ich wohl nie ein „Pferdemädchen“ sein werde, so doch wenigstens Pferdetreiberin und Eselfängerin. (Esel sind übrigens viel intelligenter als Pferde und zu Unrecht als dumm, faul und störrisch betitelt.)

Für mich war es die erste Erfahrung mit körperlicher Arbeit und ich muss sagen, es tat mir sehr gut.

In meiner Freizeit war ich auch ein wenig auf der Insel unterwegs und hab neben dem Hauptkrater samt Nebenkrater auch einige andere Sehenswürdigkeiten begutachtet. Super interessante Menschen getroffen, Orangen und Maulbeeren frisch beim Biobauern gepflückt und gelernt, schreiend hinter verspäteten, nicht anhaltenden Bussen herzurennen.

Das nennt sich eine grobe Zusammenfassung der Ereignisse 🙂

Ich wünsche mir, dass die Zukunft dieses Blogs aktiver wird und ich es mir möglich mache, meine ganzen Ideen umzusetzen. (Bitte Wortwahl beachten->ich bin verantwortlich für mein Leben, also nicht „etwas ist möglich“, sondern „ich mache es MIR möglich“)

Danke,

Deine Marlies

P. S. Ich hoffe diesmal ist nichts abgeschnitten

Ein Kommentar zu „Warum es hier so ruhig ist und was bisher geschah

Gib deinen ab

  1. Nichts abgeschnitten 👍

    Manchmal muss man eben hunderte Kilometer weit reisen, um dann zu merken dass es garnicht so schwer ist sich seinen Ängsten zu stellen. Plötzlich bleibt einem einfach keine andere Wahl und schon hat man es hinter sich.
    Bleib weiter so stark 🙂

    Gefällt 1 Person

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